Eintrittstag

Zwei Wochen Urlaub in einem fremden Benediktinerkloster liegen hinter mir.

Es waren wunderschöne Tage, nicht nur des guten Wetters wegen. Nein das wieder ankommen im klösterlichen Alltag…Die Stille, das Stundengebet, die ausgiebigen Spaziergänge im Wald und das ein oder andere sehr bereichernde Gespräch mit Fratres, Patres oder auch Klostergästen, all das bildete ein gute Basis zur Vorbereitung auf den alles verändernden Schritt, meinen Eintitt ins Kloster.

Und gestern war es dann so weit, mein Eintrittstag ist gekommen.

In der Nacht vorher wachte ich regelmäßig auf, weil ich Angst hatte zu verschlafen…Dann kam eine unglaubliche Ruhe über mich, bis zu dem Moment als ich an der Klausurtür stand.

Da kam sie dann wieder da die Aufregung…als wir Psalmen singend über den Kreuzgang in die Kapelle einzogen bekam ich keinen Ton mehr heraus. Erst in der Kapelle, kam sie wieder diese unglaubliche Ruhe.

Ich wusste, was du gerade tust ist das Richtige. ER ist da. Eine unglaubliche Freude  erfüllte mich.

Mit Kreuz, Ordensregel und Postulantinnenschleier bestückt und reichlich gesegnet beginnt mein Leben als Postulantin.

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Abschied

Mein letzter Arbeitstag liegt inzwischen fast eine Woche zurück. Irgendwie war es ein seltsames Gefühl sich am letzten Arbeitstag von den Kollegen zu verabschieden und zu wissen, dass ich nicht mehr wieder kommen würde. In diesem Moment wurde mir noch bewusster, wie sehr ich die Arbeit im Krankenhaus geliebt habe.Ich blicke sehr dankbar auf diese Zeit zurück und freue mich über viele Erinnerungen, Erlebnisse und Erfahrungen an denen ich wachsen durfte.

Jetzt verbringe ich Zeit mit meiner Familie. Es ist nicht immer leicht, hat doch gerade die Familie eine schwere Last zu tragen…Die Trennung von der geliebten Tochter, Schwester, Enkelin ist sehr schmerzhaft. Inzwischen versuchen Sie sich aber mit dieser Entscheidung abzufinden, wenn es ihnen auch unmöglich ist diese zu verstehen.

Meine Sachen warten derweil gepackt in meiner Wohnung. Am Wochenende wird mir eine Freundin beim Umzug behilflich sein.

Nach dem Umzug darf ich noch einige Wochen Urlaub in einem anderen Kloster verbringen, bevor ich Mitte September offiziell als Postulantin aufgenommen werde.

 

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Ihr seid das Licht der Welt

Von innen heraus leuchten, dass kann man nicht einfach so….

Nur wenn man von etwas überzeugt ist, begeistert und ganz davon eingenommen ist, voller Vertrauen in die Zukunft blickt was auch kommen mag – Dann fängt man an, von innen heraus zu leuchten.Dieses Leuchten steckt andere Menschen an und macht auch sie froh, es ist nicht unser Verdienst, nicht unser Eigentum, es ist ein wunderbares Geschenk.

Immer häufiger begegnen mir  Menschen die nach unserer Begegnung strahlen und sagen, Sie haben mich angesteckt mit ihrer Freude am Glauben, wenn ich Sie sehe kann ich gar nicht anders als mich auch am HERRN zu freuen.

Dann danke ich dem HERRN, dass ich sein Licht weitergeben durfte.

Wir alle sind dazu berufen, SEIN Licht in die Welt zu tragen…

 

 

 

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Osterjubel

 

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Christus ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden.

Halleluja!!!

Die Erlösung für die Menschheit.

In der Osternacht dachte ich besonders an all jene, die zurzeit Schweres erleben.

Die Opfer der Anschläge in Belgien und deren Angehörige…

Aber auch und ich finde es wird zu häufig vergessen, an die Täter und deren Familien…

Ich weiß das ist schwer und verurteile die Taten auf schärfste, aber dennoch, dahinter stehen Menschen, die aus welchen Gründen auch immer, so etwas getan haben. Und auch die haben es verdient und wahrscheinlich sogar auch sehr nötig, dass wir für sie beten.

Christus hat sich  den schwarzen Schafen angenommen…und wenn durch das Gebet nur Einer umkehrt, Einer gerettet wird, ist es schon ein Gewinn…

Nun wünsche ich euch allen ein gesegnetes Osterfest.

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Freude und Leid

Jetzt am Gründonnerstag heißt es Abschied nehmen, von allen die zusammen mit mir im Kurs gelernt haben.

Große Freude über das gut bestandene Examen , aber auch Tränen bei denen, die nicht bestanden haben und in die Nachprüfung müssen. So war ich mehr mit dem Versuch beschäftigt Tränen zu trocknen, Zuversicht und Trost zu spenden, als mich über mein bestandenes Examen zu freuen…Irgendwie komisch !?

Finde ich nicht…gerade dabei wurde mir wieder klar wie nah Freude und Leid beisammen sind. Fast untrennbar ohne Freude gäbe es kein Leid und ohne Leid keine Freude…

Beides macht das Leben aus. Nicht alles gelingt und vieles wird doch viel besser, als man es erwartet hätte. Und so ist es auch in unserem christlichem Glauben.

Christus hat für uns gelitten, ist für uns gestorben…gestorben am Kreuz.

Schlimmer geht es ja nicht; was für Qualen und Ängste wohl dahinter standen….

Aber ohne Karfreitag gäbe es keine Auferstehung, keinen Osterjubel, beides gehört untrennbar zusammen !

Als alle dachten es wäre zuende, da kommt die Erlösung, es beginnt etwas Wunderbares.

Und bei allen schweren und leidvollen Momenten, dürfen wir Christen immer darauf vertrauen, dass Gott es gut mit uns meint.

Am Ende wird alles gut werden.

 

 

 

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Alles auf eine Karte

Einige, schöne aber auch schwere, Tage im Benediktinerinnenkloster liegen hinter mir…zugleich aber auch wieder vor mir. Die Kar- und Ostertage werde ich wieder dort sein.

Dieses Kloster zieht mich einfach magisch an…alleine das Stundengebet…

Schon als ich durch die Klosterpforte eintrat wusste ich: Hier ist mein Platz, ich fühlte mich sofort zuhause.

Aber im selben Moment fragte ich mich: Warum gerade ich? Warum muss es denn auch ein kontemplatives Kloster sein? Wie soll ich denn das schaffen? Was ist, wenn ich mich  irre?

Meine Familie wird es nicht verstehen…Jetzt schon heißt es die Familie wäre mir egal, weil ich es doch wage sie zu verlassen, um in eine kontemplative Gemeinschaft einzutreten…Kein Verständnis für ein solches Leben; es ist doch die pure Verschwendung…

Warum kann nicht alles einfach sein?

Aber ich habe mich entschieden, alles auf eine Karte zu setzten…aus Liebe…Im September werde ich dort eintreten.

Ich weiß es wird nicht leicht werden, aber ich weiß auch, dass ER mich führen wird und mir die Kraft gibt die ich brauchen werde.

Bis zu meinem Eintritt  werde ich noch in dem Krankenhaus weiterarbeiten, in dem ich gerade meine Ausbildung mache.

Und meine Gottsuche geht natürlich weiter…denn die hört nie auf.

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Ein paar Tage in die Stille

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Die Suche nach dem Platz den Gott für mich bestimmt hat, führt mich wieder ins Kloster…

Ich habe mir bereits eine tätige franziskanische Gemeinschaft angeschaut, nun besuche ich eine kontemplative benediktinische Gemeinschaft.

Einige Tage in der Stille und im immerwährenden Wechsel von Gebet, Arbeit und Lesung.

Dem etwas näher kommen, der schon längst weiß wo mein Platz sein wird…

Vielleicht sehe ich dannach etwas klarer.

Ob es diese Gemeinschaft, eine andere oder ganz etwas anderes sein wird – Ich versuche es zu erkennen und so anzunehmen wie ER es mir vorgibt.

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Die Psalmen

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Eine Übersetzung der Psalmen von Romano Guardini.

Ich bete täglich das Stundengebet und das besteht ja hauptsächlich aus Psalmen…

Uralte Gebete aus dem Judentum. Wer Psalmen betet, der betet das was Jesus auch betete.

Ich finde es sehr schade, dass die Psalmen in vielen Gottesdiensten gar nicht mehr vorkommen, so verschwinden diese wunderschönen Gebete immer weiter aus unserem Blickfeld.

Schade, denn gerade in den Psalmen wird uns bewusst, wie menschlich unsere Gefühle doch sind.

Diese Psalmen sind so vielfältig, wie wir Menschen mit unseren Emotionen…

 Ob Trauer, Verzweiflung, Wut, Angst, Freude, Dank oder Lob  …..

…das Gefühl der Gottverlassenheit, oder die feste Überzeugung in seiner Nähe zu Leben,

….. Schuldgefühle oder Heilsgewissheit,

alles findet seinen Platz in den Psalmen.

Wir sollen unsere Emotionen nicht unterdrücken, wir dürfen sie dem HERRN anvertrauen sie mit IHM teilen,jederzeit !

 

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Der Ruf in der Stille

Sobald ich mich nicht aus  der Stille flüchte, wie ich es in den letzten Wochen immer häufiger tat, wird die Sehnsucht in mir wach.

Nach einem Leben nur für IHN und auf IHN ausgerichtet und es scheint mir ganz klar:

ER ruft mich ins Kloster….

Mir wird immer klarer, ich kann zwar selbst entscheiden, wie ich Leben will, aber in der Stille wird ER mich immer rufen…

Es ist kaum auszuhalten, ich flüchte nicht vor der Welt, sondern ich flüchte mich in den Trubel dieser Welt, um diesem Ruf auszuweichen.

Warum muss Gott ausgerechnet mich ins Kloster rufen?

So sehr liebe ich doch das Leben mitten in der Welt, nah bei meiner Familie, ich kann entscheiden was und wann ich essen möchte, wann ich morgens aufstehe, welches Shampoo ich benutze….

Und doch weiß ich , Gott traut mir ein solches Leben zu und mein Herz hat schon lange ja gesagt…

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Fastenzeit eine Zeit der Prüfung ?!

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Mitten in der Fastenzeit sind meine Examensprüfungen am Aschermittwoch startete die Prüfungsphase mit den schriftlichen Examen. Nächste Woche folgt das praktische Examen und in der Karwoche sind die mündlichen Examensprüfungen…

Und Ostern da haben meine Kurskollegen und ich es dann hoffentliche alle geschafft.

Fastenzeit das ist die Zeit der Prüfung. Die Examensprüfungen fallen nur zufällig in diese heilige Zeit  und machen nochmal ganz besonders deutlich Fastenzeit ist Prüfungszeit…

Wir sollen unser Gewissen erforschen uns prüfen und versuchen unsere Fehler und Schwächen zu erkennen und uns bessern.

Gott hilft uns dabei wenn wir IHN nur lassen uns auf IHN einlassen und IHM anvertrauen.

Natürlich soll es das ganze Jahr über so sein aber in der Fastenzeit sollen wir versuchen es noch bewusster zu tun…

 

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